Weiterbildungen

In Kooperation mit dem Praxis Institut Blickwinkel in Chemnitz biete ich folgende Weiterbildungen an bzw. unterrichte in folgenden Weiterbildungen:

Traumapädagogisches Zusatzseminar “Familie ist Bunt”

Trauma verstehen. Vielfalt mitdenken. Handlungssicherheit gewinnen.

Nicht jede Herausforderung ist sichtbar und nicht jede Verletzung auf den ersten Blick verständlich. Neurodivergenz, Fluchterfahrungen und Familien und Beziehungskonstellationen außerhalb gesellschaftlicher Normvorstellungen können mit besonderen Belastungen und potenziell traumatisierenden Erfahrungen verbunden sein. Gemeinsam mit meinem Kollegen Youcef Bouzaza richten wir den Blick auf die Vielfalt von Familien und vermitteln Handlungsfähigkeit für ihre Begleitung.

Wann: 14.01.2027 09:00-17:00 und 15.01.2027 von 09:00-15:00 Uhr

Wo: Praxisinstitut Blickwinkel, Bahnhofstraße 24, 09111 Chemnitz

Für wen: Systemische Berater:innen und Therapeut:innen, Traumapädagog:innen, Traumafachberater:innen, Psychotherapeut:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, Sozialpädagog:innen, Pädagog:innen, Erzieher:innen, Ergo-, Physio- und Logopäd:innen sowie weitere helfende Berufsgruppen, Pflegeeltern und Interessierte.

Für konkrete inhaltliche Fragen schreiben Sie mir gern.

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 03.01.2027.
Kosten, Angebot auf Nachfrage und Anmeldung unter kontakt@pi-blickwinkel.de.


Weiterbildung Traumasensibel & Systemisch Beraten

Wissen und Methoden für die Praxis

Ziel und Aufbau der Weiterbildung

Traumatisierte Menschen begegnen uns heute in nahezu allen psychosozialen Arbeitsfeldern. Gleichzeitig findet Beratung, Pädagogik und Therapie immer im Kontext von Beziehungen, Familien und anderen sozialen Systemen statt. Dennoch werden Psychotraumatologie und Systemik bislang häufig getrennt gelehrt. Diese Weiterbildung schlägt eine Brücke zwischen beiden Ansätzen. Sie verbindet die systemische Grundhaltung und ihren vielfältigen Methodenschatz mit aktuellem Wissen über Trauma, Bindung und Neurobiologie. Die Teilnehmenden erwerben Sicherheit darin:

  • traumabezogene Dynamiken in unterschiedlichen Systemen zu erkennen,
  • systemische Methoden traumasensibel auszuwählen und anzupassen,
  • Ressourcen wirksam zu aktivieren,
  • Menschen, Paare, Familien und Teams sicher durch Veränderungsprozesse zu begleiten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage: „Welche systemischen Methoden eignen sich in welcher Phase eines Traumaprozesses und welche benötigen eine traumasensible Anpassung?“

Besonderheiten der Weiterbildung
  • Verbindung von Systemik und Psychotraumatologie
  • aktuelles Wissen aus Bindungsforschung und Neurobiologie
  • hoher Praxis- und Methodenanteil
  • zahlreiche Übungen und Demonstrationen
  • Selbsterfahrung und Reflexion der eigenen professionellen Haltung
  • kleine Lerngruppen mit intensivem Austausch
  • unmittelbarer Transfer in den Berufsalltag
Adressat:innen

Systemische Berater:innen und Therapeut:innen, Traumapädagog:innen, Traumafachberater:innen, Psychotherapeut:innen, Heilpraktiker:innen für Psychotherapie, Sozialpädagog:innen, Pädagog:innen, Erzieher:innen, Ergo-, Physio- und Logopäd:innen sowie weitere helfende Berufsgruppen.
Personen mit anderen Berufsabschlüssen bitten wir nachzufragen.

Grundkenntnisse in Systemik oder Psychotraumatologie sind hilfreich, jedoch keine Voraussetzung.

Übersicht der Module
Modul 1 (1,5 Tage) : Traumasensibel systemisch denken – Haltung und Grundlagen
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  • Kennenlernen und Aufbau einer sicheren Lerngruppe
  • gemeinsame Grundhaltungen von Systemik und Psychotraumatologie
  • Trauma, Bindung und Nervensystem
  • Sicherheit, Stabilisierung und Ressourcenorientierung
  • Indikation und Kontraindikation systemischer Methoden
Modul 3: Biografie, Bindung und Systeme verstehen
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  • Genogramm
  • Lebensflussmodell
  • Ressourcen- und Belastungsbiografie
  • Bindungsdynamiken
  • Mehrgenerationenperspektive
  • Trauma im Familiensystem
Modul 5: Ressourcen aktivieren – Kreativ und hypnosystemisch arbeiten
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  • Ressourcenaktivierung
  • Externalisieren
  • Hypnosystemische Interventionen
  • Symbol- und Bildarbeit
  • Schreiben
  • Familienwappen
Modul 7 (1,5 Tage): Transfer, Selbsterfahrung und professionelles Handeln
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  • Kollegiale Fallberatung
  • Selbsterfahrung
  • Entwicklung einer eigenen traumasensibel-systemischen Arbeitsweise
  • Transfer in den Berufsalltag
  • Abschluss und Feedback
Modul 2: Beziehung gestalten – Kommunikation und Beratung
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  • Traumasensible Gesprächsführung
  • Systemische Fragetechniken
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Reflecting Team
  • Auftragsklärung
  • Übertragung und Gegenübertragung
Modul 4: Systeme sichtbar machen – Visualisieren und Aufstellen
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  • Timeline
  • Systembrett
  • Familien- und Problemaufstellungen
  • Skulpturarbeit
  • Grenzen und Möglichkeiten aufstellender Verfahren bei Traumafolgestörungen
Modul 6: Methoden sicher anwenden – Integration in die Praxis
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  • Krisen und Stabilisierung
  • Anpassung systemischer Methoden bei Traumafolgestörungen
  • Fallkonzeption
  • Auswahl geeigneter Interventionen
  • Reflexion der eigenen Rolle
  • Arbeit mit Praxisfällen
Umfang

7 Module innerhalb eines halben Jahres, Module 1 und 7 jeweils 1,5 Tage, Durchführung im Abstand von ca. 2–4 Wochen, kleine Lerngruppe (10–16 Teilnehmende)

Abschluss

Teilnahmebestätigung und Zertifikat des Praxis Institut Blickwinkel.

Termine Kurs 1/2027

26./27.01.2027 Modul 1
04.03.2027 Modul 2
16.03.2027 Modul 3
20.04.2027 Modul 4
04.05.2027 Modul 5
18.05.2027 Modul 6
08./09.06.2027 Modul 7

Dozentinnen

Dr. Anika Mehlis und Beatrice Götze-Schuck (Systemische Beraterin (SG), Traumazentrierte Fachberaterin (SIS), Systemische Supervisorin i.A.

Kosten

Die Kursgebühr beträgt 1250€ (inkl. einer einmaligen Organisationsgebühr in Höhe von 50,00 €).
Für die Weiterbildungsgebühren kann eine Ratenzahlung vereinbart werden.
Bei Nachweis einer bereits am PIB absolvierten/begonnenen Weiterbildung (Traumapädagogik oder Traumazentrierte Fachberatung) gewähren wir einen Nachlass von 100€.

Veranstalter, Seminarort und Kontakt

Praxis Institut Blickwinkel
Hohe Hain Str. 5 I 09243 Niederfrohna
Telefon: 03723/ 628 15 98
kontakt@pi-blickwinkel.de
@praxisinstitutblickwinkel
Seminarort: Bahnhofstr. 24, 09111 Chemnitz

Anmeldung

Die Weiterbildung findet bei einer Mindestteilnehmendenzahl von 10 Personen statt.
Anmeldung über das Formular (Button).
Bitte per Post oder E-Mail an das Praxis Institut Blickwinkel senden.


Weiterbildungen Traumapädagogik & Traumazentrierte Fachberatung

Das Praxis Institut Blickwinkel bietet unter dem Dach des Systemischen Institutes Sachsen in Chemnitz als zertifiziertem Mitgliedsinstitut der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) diese Ausbildungen wahlweise einzeln oder als Doppelabschluss an. Als Lehrtherapeutin unterrichte ich einzelne Inhalte.

Ziel und Aufbau der Fortbildung

Das Konzept der traumazentrierten Fachpädagogik/ Fachberatung dient speziell der Professionalisierung jener Berufsgruppen, die in pädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind. Der Bedarf an konkreten und handlungsbezogenen Konzepten ist hier besonders groß. MitarbeiterInnen in pädagogischen Feldern im Beratungs-Therapie-Schnittstellenbereich werden tagtäglich vor vergleichbare Probleme gestellt wie ihre psychotherapeutisch approbierten ärztlichen und psychologischen FachkollegInnen. Das Erkennen (die Diagnose) traumabedingter Symptome kann schwierig sein. Die üblichen Vorgehensweisen im pädagogischen Alltag stoßen deshalb bei vielen Traumatisierten an ihre Grenzen.
Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen der Psychotraumatologie wird in der Fortbildung der Schwerpunkt auf das Erkennen psychotraumatischer Symptome im Kindes- und Jugendalter gelegt. Diese Kenntnisse werden als notwendige Grundlage für das Verständnis und daraus abzuleitende Interventionen im pädagogischen/ beraterischen Alltag vermittelt.

Umfang

Das Curriculum umfasst insgesamt 191 Unterrichtseinheiten pro Ausbildungsschenkel und wird in acht zweitägigen Seminaren durchgeführt, zzgl. drei Einzeltage Supervision (Dauer der Fortbildung ca. 1 3/4 Jahr).

Adressat:innen und Zugangsvoraussetzungen

Der Lehrgang, welcher die spezielle Psychotraumatologie im pädagogischen Alltag- in der Familie, in der Pflegefamilie, in der Jugendhilfe und in der Kita, der Schule und in der Ausbildung beinhaltet, richtet sich an Fachpersonen, die in ihrem Arbeitsbereich mit psychisch traumatisierten Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind: Lehrer:innen, Schulpsycholog:innen, Erzieher:innen, Diplompädagog:innen, Sozialpädagog:innen oder Heilpädagog:innen oder vergleichbare Abschlüsse, sowie Absolvent:innen mit abgeschlossener Fachschulausbildung in erzieherischen und pflegerischen Berufen (Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen, Pflegefachkräfte, Heilerziehungspfleger:innen).
Weiterhin ist eine 3-jährige Berufserfahrung in den o.g. Berufsfeldern notwendig.

Personen mit anderen Berufsabschlüssen bitten wir nachzufragen.

Die Weiterbildungen werden nach den Standards der DeGPT und des Fachverband Traumapädagogik (FV TP) durchgeführt.

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